KI-Suche in der Schweiz: Ranking ist nicht Empfehlung

Gut gerankt, aber nicht emp­fohlen: Was ein Jahr KI-Suche in der Schweiz ver­än­dert hat

Seit dem 8. Oktober 2025 gibt es den KI-Modus von Google auch in der Schweiz, auf Deutsch, Fran­zö­sisch und Ita­lie­nisch. Ein Jahr später ist klar: Die Schweiz sucht anders. Und wer bei Google gut rankt, wird in der KI-Ant­wort nicht auto­ma­tisch genannt.

Die Schweiz sucht mit KI

80 Prozent der Schweizer Inter­net­nut­ze­rinnen und ‑nutzer ver­wenden heute KI, dop­pelt so viele wie 2024. 57 Prozent suchen gezielt über KI-Platt­formen wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Beim Ein­kaufen zeigt sich der Wandel beson­ders deut­lich: 2024 begann erst 1 Prozent der Schweizer Online­shopper die Pro­dukt­suche in einem KI-Chat, 2026 sind es bereits 9 Prozent. Noch eine Min­der­heit, aber neunmal so viele wie vor zwei Jahren.

Google bleibt, der Klick wird seltener

Die Such­ma­schine bleibt der wich­tigste Ein­stieg: 98 Prozent nutzen sie min­de­stens gele­gent­lich. Doch immer öfter beant­wortet Google die Frage gleich selbst. Erscheint eine KI-Zusam­men­fas­sung, klicken Nut­ze­rinnen und Nutzer nur noch etwa halb so oft auf ein Such­ergebnis: in 8 statt 15 Prozent der Fälle, wie eine Studie aus den USA zeigt.

Das eigent­lich Neue: Ran­king ist nicht gleich Empfehlung

Nur 38 Prozent der Seiten, die Google in seinen KI-Über­sichten (AI Over­views) als Quelle nennt, stehen für die­selbe Such­an­frage auch auf der ersten Seite. Ein wich­tiger Grund: Die KI zer­legt eine Frage in meh­rere Teil­fragen und sucht sich die Ant­worten dafür zusammen. Ein Top-Ran­king garan­tiert also keine Nen­nung. Umge­kehrt kannst du in der KI-Ant­wort auf­tau­chen, ohne auf Seite 1 zu stehen.

Mach den Test: drei Fragen in fünf Minuten

  1. Stell ChatGPT, Gemini oder Claude die Frage, die deine Kun­dinnen und Kunden stellen würden. Zum Bei­spiel: “Wel­cher Anbieter für [dein Angebot] in [deiner Region] ist emp­feh­lens­wert?” Wirst du genannt?
  2. Falls ja: Stimmt, was die KI über dich sagt? Falls nein: Wer wird statt­dessen genannt?
  3. Schau dir die Quellen an, die die KI angibt. Bist du dort präsent?

Ein Hin­weis: KI-Ant­worten schwanken von Tag zu Tag und von Modell zu Modell. Eine ein­zelne Abfrage ist eine Moment­auf­nahme, aber ein guter erster Ein­druck. Übri­gens haben 58 Prozent der Schweizer KMU das noch nie gemacht.

Was heisst das für dein Marketing?

SEO bleibt das Fun­da­ment: Ohne tech­nisch sau­bere, gut auf­find­bare Inhalte hast du auch in KI-Ant­worten schlechte Karten. Dazu kommt GEO (Gene­ra­tive Engine Opti­mization): regel­mä­ssig messen, ob und wie deine Marke in KI-Ant­worten vor­kommt, und gezielt dafür sorgen, dass die KI dich als Quelle wählt. Wie das kon­kret geht, zeigen wir im Web­inar am 12. November. Und mit Organic Growth haben wir dafür eine eigene Abtei­lung auf­ge­baut. Mehr dazu in den News.